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Als das Polo Kult wurde

Posted on | Mai 24, 2014 | No Comments

Polos

Es gibt so ein paar Dinge in der Modewelt, die einfach unsterblich zu sein scheinen. Der Trenchcoat zum Beispiel. Oder Handtaschen von Hermès. Oder eben das Polohemd von Lacoste. Das luftig leichte und in seiner Struktur unverwechselbare Hemd hat Kultstatus. Markenzeichen? Stehkragen, das kleine Krokodil über der rechten Brust und „petit piqué“, das spezielle Fabrikat, welches das Polohemd von allen anderen Hemden unterscheidet. Obwohl das Kult-Teil schon ganze 80 Jahre auf dem Buckel hat, ist es angesagt wie eh und je. Männer wie Frauen tragen es zum Sport, in der Freizeit und sogar als Business-Outfit. Kein Wunder, gibt es Polohemden in der Zwischenzeit ja schon in allen nur denkbaren Variationen.

Doch zurück zu den Anfängen. Begonnen hat die Karriere dieses außergewöhnlichen Hemdes in den 1920er Jahren auf dem Tennisplatz. Genauer gesagt auf dem Court, auf dem der Franzose René Lacoste leidenschaftlich gerne spielte. Der Profi-Sportler hatte so viel Biss, dass die Presse ihm den Spitznamen „Krokodil“ verlieh – sein späteres Markenzeichen.

1933 fand René Lacoste, es sei an der Zeit für ein bequemeres und vor allem luftigeres Tennis-Trikot. Kurzerhand entwarf er ein Shirt nach dem Schnittmuster der damals populären Polo-Trikots. Der einzige Unterschied: Lacoste benutzte nicht Jersey, sondern gerippten Baumwoll-Piqué Stoff – das Kulthemd war geboren.

Vom Tennis-Shirt zur Kultmarke

Schnell ging das Shirt in Serienproduktion und Lacoste wurde zur angesagte Marke, nicht nur auf dem Tennis-Platz. Trug man das Polohemd in den 40er und 50er Jahren noch vorwiegend zu sportlichen Zwecken wie auf dem Golfplatz oder beim Tennis, etablierte sich das bequeme Shirt ab den 70ern zur Freizeitkleidung. Hemden mit langen und kurzen Ärmeln und sogar Kleider im Poloshirt-Stil machten die Marke schnell bei allen Altersgruppen beliebt. Polohemden gelten als weniger förmlich wie normale Hemden, allerdings werden sie auch seriöser wahrgenommen als beispielsweise kragenlose T-Shirts. Damit schließt das Polohemd gewissermaßen die Lücke zwischen dem formellen Business-Hemd und dem legeren T-Shirt – ein Geniestreich erster Güte, könnte man sagen.

Nachdem René Lacoste im Jahr 1996 verstarb, brachte der neue Chef-Designer Christophe Lemaire Lacoste auf die Laufstege der Welt. Heute steht Lacoste nicht mehr nur für Sportlichkeit, sondern auch für eleganten Clean Chic.

Das Polohemd ist jedoch unsterblich geblieben. Neben Lacoste, die immer noch den Klassiker in zahlreichen Variante herstellen,  wird das gerippte Hemd längst auch von anderen Herstellern verkauft, wie zum Beispiel von Ralph Lauren und erfreut sich nach wie vor ungeschlagener Beliebtheit.

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